26
Nov 10

Hallo Welt …

… hallo wordpress.

Es ist schon erstaunlich, aber nachdem ich lange Zeit damit gehadert habe, daß serendipity zwar irgendwie gut ist, aber irgendwie nicht und ich auch gemerkt hatte, daß wordpress dann doch irgendwie für mich besser zu handhaben ist und weniger Aufwand bei der Administration bedeuten könnte, wollte ich umziehen und endlich mal all mein bisher geschriebens Gesülz an einer Stelle zusammenfassen.

Problem dabei war aber der Import von serendipity nach wordpress. Dieser wird von wordpress original nicht vorgesehen. Nach ersten Suchen im Web kam ich auf eine Version, bei der auf den Rechner exportierte RSS-Feed in wordpress importiert werden sollte. Aber damit kam ich mehrfach nicht klar bzw. tat sich einfach nichts.

Weitersuchen half dann aber und ich kam auf den ‘wordpress Serendipity importer’, der wohl zunächst durch den technosailor geschrieben wurde (New Version of Serendipity (s9y) to WordPress Importer Available) und später über das Web immer weiter bearbeitet wurde, bis ich ihn schließlich bei Simone Tellini in Version 1.5 fand (Serendipity to WordPress), einer Version die erst Ende Oktober aktualisiert wurde. Zwischensationen meiner Suche waren snowulf und dobschat.

Vielen Dank an alle, die bei dem Projekt mitgewirkt haben, jetzt kann das Umziehen in die nächste Phase gehen.


15
Nov 10

Nachtfahrtsaison

Die Nachtfahrtsaison hat begonnen und inzwischen ist es schwierig, so früh das Büro zu verlassen, daß es mehr als meine Lampe ist, was den Weg da vor mir erleuchtet.

Ärgerlich ist es da aber, daß mein MTB-Standart-Licht in Form einer Sigma Power-LED und einer Karma auf einmal anfängt zu mucken. Denn die Karma gab schon nach 5 Minuten kein Licht mehr und die Power-LED fing schon nach 30 Minuten auf Stufe 2 an, mit der Warnleuchte zu drohen. Zum Glück hielt sie noch genau bis zur Haustür, sonst hätte ich mit meinen Lichtfunzeln aus der Urzeit, die ich immer noch als Notfallreserve mit mir herumschleppe, den Weg aus dem Wald suchen müssen.

Ärgerlich ist dies vor allem, da ich die Sigma erst vorgestern geladen hatte und die Karma vorletzte Woche.

Die Tour selbst war relativ entspannt. Zudem war es nach den letzten Touren knapp über dem Gefrierpunkt mit 10°C recht warm und ich konnte ohne Windstopper und Winterschuhe durch die Gegend rollen.


14
Nov 10

Schlauchblase

Eigentlich wollte ich heute auf die klassische bei Butylschläuchen bewährte Art nach dem kleinen Loch suchen, das ein Robiniendorn vor kurzem durch den Racing Ralph in den Michelin-Latexschlauch gestochen hatte. Aber da muß ich mir wohl etwas anderes ausdenken.

Merke: Racing Ralph + Latexschlauch haben keine Chance gegen Robinien und ein kleines Loch im Latexschlauch zu finden, ist nicht so ganz einfach.


12
Nov 10

Steuersatznormierung

Früher war es einfach mit einem neuen Steuersatz, da gab es einfach nur einen Steuersatz – der hatte 1" Durchmesser und fertig. Dann kamen 1 1/8" und 1 1/4" hinzu, wobei letzter bald wieder verschwand.

In den letzten Jahren allerdings wurde es inflationär – neben den oben erwähnten gab es integrierte, teilintegrierte, oben dünn – unten dick und so weiter – scheinbar hat jeder sein eigenes System entwickelt.

Um wieder etwas mehr Durchblick zu verschaffen, gibt es jetzt das >Standardized Headset Identification System (S.H.I.S.)<. Dahinter steht eine Gruppe von Herstellern (z.B. Acros, Cane Creek, Hope, Race Face, Reset, Ritchey).

bicycleheadsets.com

über: Vorstellung: Standardized Headset Identification System [S.H.I.S]


07
Nov 10

Charinko

Einen sehr interessanten Ausflug in die japanische Sprache hat cyclelicio.us unternommen. Der Ursprung war die Erklärung für das Wort Charinko, was im japanischen Fahrrad bedeutet.

Ausflug ins Japanische: Charinko etymology and loan words

über: Mamachari Etymology


31
Okt 10

Grimitzsee Super 8

Die Grimnitzsee Super 8 ist wohl die perfekte Rennradstrecke, wenn man schnell mal 2-3 Stunden entspannt durch schöne Natur fahren will. Sie ist nicht flach, aber die Hügel sind nur so steil, daß alles mit einem Singlespeeder sehr gut fahrbar ist.

Besonders schön ist es natürlich, wenn dazu noch schönes Herbstwetter herrscht. Am Morgen ist es dann sehr ruhig sowohl im Wald, als auch auf den Straßen. Langsam kommt dann die Sonne raus und durchdringt die Blätter der zahlreich am Wegesrand stehenden Buchen.

Die Runde beginnt für mich in Finowfurt, der Parkplatz von Lidl oder bei McDonalds bieten sich an. Von hier geht es zunächst durch das Dorf auf die Biesenthaler Straße und mit dieser nach Südwesten. Etwas Pflaster schüttelt mich durch, als ich die Autobahn überqueren will, danach geht es durch raschelndes Laub. Der Berlin-Usedom-Radweg zeigt den weiteren Weg.

An der B167 wird der Oder-Havel-Kanal überquert, ich fahre auch noch kurz auf der Bundesstraße, ehe es nach rechts wieder in den Wald geht. Parallel zum Werbellinkanal fahre ich nach Norden und komme in Rosenbeck über die neu gebaute Schleusenbrücke und am neu gebauten Wehr vorbei. Bis Eichhorst geht es dann noch über die neu asphaltierte und dabei verbreiterte Straße und von Eichhorst Richtung Altenhof.

Hinter Eichhorst erfahre ich die erste größere Steigung und danach hügelt es sich durch herrlichen Buchenwald bis nach Altenhof. In Altenhof folgt dann eine kleine Abfahrt mit scharfer Rechtskurve und ab da geht es über mehrere Kilometer immer weiter hoch und schließlich habe ich den höchsten Punkt östlich des Werbellinsees erreicht.

Bis Joachimsthal rollt es sehr gut, allerdings habe ich in diesem Abschnitt relativ viel KFZ-Verkehr zu ertragen und am Joachimsthaler Kreisel nimmt mir auch noch einer die Vorfahrt. Erst nach dem Abzweig Richtung Glambeck wird es wieder ruhiger, dafür wird der Belag aber schlechter und ich bin froh, 28er Reifen montiert zu haben.

Richtung Leistenhaus fahre ich dann rund um den Grimnitzsee, komme in die Nähe der Autobahn A11, wo es über einen Feldweg geht. Hier wird auch der Südostwind etwas spürbar, da auf einmal etwas bremst.

In Altgrimnitz gibt es schöne Ausblicke quer über den See, der am Rand wieder von vielen Wildvögeln bevölkert wird und ab dem Ortskern geht es auf separatem Weg entlang des Ufers. Nicht direkt am Ufer entlang aber immer so, daß der See noch zu spüren ist. Die Runde schließt sich in Joachimsthal, wo ich in Bahnhofsnähe auf meine alte Route treffe. Ich fahre durch das Zentrum, wo ich einen Besuch beim Bäcker auslasse.

Über die Schwarze Bahn komme ich wieder auf den Berlin-Usedom-Radweg, der auf dem Nordwestufer des Werbellinsees verläuft. Hinter Michen ist beim Bau der neuen Fereinhaussiedlung noch immer nichts passiert. Das Schild wirkt inzwischen so ranzig, daß man kaum noch an Investitionswillen glauben mag.

Locker rolle ich dann in Wildau zum Werbellinkanal und dann über Eichhorst und entlang der L220 (ehemals B198) zurück nach Finowfurt.

Und auf der Karte sieht die Route dann so aus:

&amp;lt;/p&amp;gt;&amp;lt;/body&amp;gt;
&amp;lt;/html&amp;gt; Continue reading →


10
Okt 10

101010 = 42

Wenn ich mit Binärzahlen etwas am Hut hätte, hätte es mir auffallen können, daß heute DER Tag ist, denn 42, das ist die Antwort, auf die Frage … und daher gibt es einige, die diesen Tag ganz besonders ehren, wie z.B. diese hier: 42 Day is Here! 


09
Okt 10

Absegeln

Es ging irgendwie schnell in diesem Jahr, kaum hat die Saison so richtig begonnen, ist der Herbst da und das Absegeln absolviert. Heute bei idealen herbstlichen Bedingungen – sonnig, gleichmäßiger Wind, raumschots nach Hause.


06
Okt 10

10K

Es ist vollbracht, mit dem 10.000sten Kilometer steigt das il.pompino nun auch in den Kreis der Fünfstelligen auf. Es folgt damit dem Stratos, Cinder Cone und ‘the brave’.

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Gedauert hat es ca. 5 1/2 Jahre, da ich das il.pompino im Mai 2005 zum ersten mal auf der Straße bewegte. Zu den glorreichen 1-Bike-Zeiten hätte es natürlich nur ein Jahr gedauert, aber das war auch damals .


06
Okt 10

Masuelli Bikes

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Bamubus scheint das Lieblingsmaterial urbaner Fahrraddesigner zu werden und so werden immer wieder neue Modelle vorgestellt. Heute beschäftigt sich Bikeradar mit einem Singlespeeder von http://masuelli.com/ aus tockton, Kalifornien. Im Gegensatz zu manch anderem Hersteller kombiniert Masuelli fast schon perfekt die Bambusstangen mit Kohlefaserharz-Verbindungen.

über: Masuelli All black fixed


05
Okt 10

neues von Genesisbikes/UK und Salsa

Mein Pompino wird in Kürze die 10.000-km-Marke überschreiten und es macht mir immer noch sehr viel Spaß, mit nur einem Gang auf ihm über Asphalt oder glattere Waldwege zu fahren. Andererseits merke ich auch immer wieder und vor allem in der dunkleren Zeit, daß das gute il.pompino durch seine recht schmalen Reifen und dann auch den einen Gang Grenzen hat, die ich nicht immer akzeptieren will.

Alternativ zum il.pompino nutze ich natürlich auch meine diversen Mountainbikes mit geradem oder gebogenem Lenker, aber hier habe ich oft das Gefühl, als würde alles auf den meisten von mir gefahrenen Strecken schwerer laufen und nur ab leichtem Gelände Vorteile bringen. Dazu kommt, daß ich mir bei den Krummlenkermodellen mit ihren Felgenbremsen bei feuchtem Wetter oder im Winter oft eine bessere Bremsperformance wünschte. Und so schleicht schon seit längerem der Gedanke durch mein Hirn, breitere Reifen, größere Räder und einen Rennlenker zu kombinieren. Und seit neuestem soll auch noch eine Nabenschaltung ran.

Statt von Highend träume ich aber von bezahlbaren Bikes mit klarer Optik und dabei meist von Bikes mit einem Stahlrahmen und so freue ich mich immer wieder über Marken wie Genesisbikes von der Insel oder auch Salsa aus den Staaten, die genau so etwas anbieten.

Von Genesis gibt es immer noch das Croix de Fer, einen Crosser mit Scheibenbremse. Und es gab schon längere Zeit das DayOne als Singlespeeder und damit der einfachen Option, eine Nabenschaltung einzubauen. Beim Crosser störte mich dann aber wieder die normale Schaltung und beim DayOne, daß er keine Scheibenbremse hatte. Mit Erscheinen der 11-fach Alfine wurde das DayOne jetzt allerdings aufgebohrt und soll in der 2011er Version all das vereinen, was ich oben aufgezählt hatte, die Farbe ist weiterhin orange:

DayOne

Die große Frage ist nur, sind mir die Reifen dann dick genug? Denn sonst bleibt mir fast nur der Gang zu Salsa, bei denen ich das Fargo sehr interessant finde. Beim klassischen Stahl-Fargo schreckt mich allerdings das hohe Gewicht des Rahmens etwas ab, denn mit gut 3kg ist er sogar schwerer als mein Centurion Stratos und weit entfernt von den gut 2kg Rahmengewicht beim "the brave". Und brauche ich für den fast alltäglichen Weg durch Wald und Flur 5 Flaschenhalter?

Aber auch hier wurden Neuigkeiten angekündigt. Das Stahl-Fargo wurde überarbeitet und zusätzlich gibt es noch ein Titan-Fargo. Allerdings ist dieses wieder weit weg vom bezahlbaren und für eine Nabenschaltung (dann könnte es ja auch eine Rohloff werden) ist der Rahmen nicht vorbereitet.

New Fargo

über
Eins für so ziemlich jeden Tag: Genesis Day One Alfine
Fargo – Go Far…er…Further.


04
Okt 10

fotografieren mit dem Meilenstein

Seit einigen Monaten nutze ich jetzt das Motorola Milestone und ich finde in vielerlei Hinsicht schon, daß es ein Meilenstein ist. Als eine große Ausnahme in dieser Beziehung sehe ich jedoch die eingebaute Kamera. Diese hat angeblich zwar 5 Megapixel, so richtig funktionieren tut das ganze aber mit der original-Kamera-Funktion nur hinreichend gut. Zum einen ist die Auslösegeschwindigkeit gering und dabei gibt es noch einen tollen Auslöseton, der nicht abzustellen ist, zum anderen ist aber auch die Qualität der einzelnen Bilder nur bei optimalen Bedingungen als ausreichend zu bezeichnen.

Statt der original-Kamerafunktion des Milestone können auch verschiedene Apps benutzt werden. Getestet habe ich bisher die folgenden:
- Camera Magic
- Camera360
- FxCamera
- Retro Camera

Richtig zufrieden bin ich allerdings nur mit retrocamera.

Camera360 nervt mit einer regelmäßigen Bezahleinblendung am Beginn. Camera360 bietet dann zwar eine Menge von Optionen, aber der Sinn vieler dieser Spielereien ergibt sich erst, wenn der Bildchip der Kamera richtig was taugt und verglichen mit meiner fast 5 Jahre alten DSLR taugt er einfach überhaupt nichts.

Camera Magic funktionierte zuerst, stürzt jetzt aber regelmäßig beim Starten ab (und brachte auch keinen wirklichen Vorteil zur Kamera-App außer ein Paar Spezialfiltern) und FxCamera bietet auch nur ein Paar weitere Filter, macht dabei aber weniger Spaß als Retro Camera.

Die Filter / Effekte von Retro Camera dagegen gefallen mir nachwievor und bei den eingesetzten Effekten stört auch die insgesamt schlechte Qualität des Bildchips wenig.

Das folgende Bild ist auch wieder mit Retro Camera aufgenommen und zeigt ein Paar Fjordsegler in der Abendflaute. Es wurde mit dem Pinhole-Filter aufgenommen.


03
Okt 10

Berlin-Oslo

Vor einigen Tagen suchte ich mit Hilfe von Google-Maps einen Weg von Berlin nach Oslo zu Fuß bzw. mit dem Fahrrad. Dabei kamen wirklich interessante Vorschläge heraus:


22
Sep 10

elektrisches am Zweirad

(im Bild ein Projektbike von Cannondale und Bosch aus dem Artikel: Eurobike 2010: Electric bikes round-up)

Zugegeben, manch einer Firma gelingt es durchaus, das Thema "elektrischer Antrieb am Zweirad" auch optisch ganz gut umzusetzen, aber trotzdem hat das alles für mich nichts mehr mit einem "Fahrrad" zu tun.

Das sind einfach elektrisch betriebene Mopeds oder meinetwegen auch Pedelecs, aber eben kein Fahrrad. Insofern kümmert es mich auch wenig, daß einige davon schwärmen, daß das Befahren von Steigungen plötzlich so leicht gehen würde. Ist eben so, wenn ein Motor hilft.

Ich steige immer noch aufs Fahrrad, um mich möglichst leise, möglichst technikarm und vor allem auch aus eigener Kraft fortzubewegen. Wenn ich es anders möchte, nehme ich Auto oder Motorrad.

Zum Stichwort "technikarm" fällt mir noch ein aktueller Beitrag bei bikeradar ein, in dem ein MTB mit dieser elektronischen (leicht modifizierten) Shimanoschaltung vorgestellt wird, die es bisher eigentlich nur für Rennräder gibt: Interbike 2010: Fairwheel Bikes Di2 mountain bike

Es mag sein, daß ich langsam alt und damit konservativ werde. Aber auch so etwas finde ich am Fahrrad nicht richtig. Die einzige Elektronik, die ich akzeptiere ist Steuerungselektronik fürs Licht und etwas für das Messen der Geschwindigkeit, sei es ein klassischer Fahrradcomputer oder irgendetwas GPS-gestütztes.

Für alles übrige sehe ich immer noch mechanische oder hydraulische Syteme als Lösungen und generell so wenig wie möglich. Nicht umsonst bin ich auch heute wieder auf dem Singlespeed unterwegs gewesen.


20
Sep 10

Waldwegezerstörungswerk

Bei Bildern wie diesem frage ich mich, warum das Fahren mit einem PKW bzw. Fuhrwerk im Wald normalerweise verboten wird. Vielleicht ja nur, damit niemand sieht, wie Wege durch (oder in diesem Falle zur) Holzabfuhr zerstört werden, um dann aufwendig als Schotterpfad wieder hergerichtet zu werden.

Als ich vor 3 oder 4 Wochen hier (südlich des Samithsees) entlang fuhr, war die Welt noch in Ordnung – es war ein gut festgefahrener sandiger Waldweg, den ich unter den Reifen hatte. Aber für einen 40-Tonner reicht so etwas natürlich nicht.

Auf einem anderen Waldweg, etwas weiter südlich sah ich heute morgen eine 40-Tonner-Mulde, die wohl für die Befestigung dieses Weges eine Fuhre Schotter oder Recycling-Material in den Wald gebracht hat. Moderne Forstwirtschaft nennt man so etwas dann wohl offiziell.


19
Sep 10

Sherry-Cup 2010

Besonders reich an spannenden Regatten ist das Revier Werbellinsee nicht gerade und so nehme ich nach Möglichkeit an jedem Event teil, daß sich bietet.

Daher wollte ich auch in diesem Jahr wieder zum Sherry-Cup nach Joachimstal fahren, obwohl meine akuelle Lieblingscrew nicht konnte. Dazu versprachen die Wetterfrösche im Mittel 4 (manche auch 5) Bft und
dazu sollte es Schauer geben und natürlich auch entsprechende Böen. Als Ersatz für die fehlende Crew konnte ich glücklicherweise kurzfristig noch meinen Bruder rekrutieren. Das aber verlangte bei den angesagten Bedingungen vollste Konzentration von uns.

Sonne und achterlicher Wind auf der Anfahrt

Für den Hinweg quer über den gesamten See machte ich mir jedoch ersteinmal keine Sorgen. Ich war zwar allein an Bord und auch der Wind wehte schon kräftig aus der angesagten Richtung, aber das bedeutete ja auch nur, daß es raumschots über den See geht und da ist die Dochnoch auch bei 4 Bft noch locker allein zu beherrschen, zumal ich gleich die kleine Fock gezogen hatte und somit wirklich nur ca. 20 Quadratmeter Tuch oben waren.

Da der Wind die gesamte Zeit schön aus achterlicher Richtung kam, ging es zügig voran (in der Spitze waren es 9,5 Knoten) und ich konnte nach einer knappen Stunde im Yachtclub Schorfheide anlegen.

Schaumkämme, Schaumkämme, ...

Hier hatte sich schon eine größere Zahl an Seglern eingefunden, die Mehrzahl von ihnen fuhr zu dritt oder viert auf Kielbooten. Aber es gab auch ein größeres 420er-Feld, dazu eine Ixylon und einen Laser und immerhin 5 20er Jollenkreuzer. Und da Ecki und Christopher aus meinem Verein auch vor Ort waren, versprach es eine spannende Konkurenz zu werden.

Eröffnung und Start verliefen insgesamt etwas chaotisch ab. Denn obwohl die Eröffnung bis ca. 10 Minuten vor dem geplanten Start dauerte, meinte die Wettfahrtleitung die Startprozedur, wie in der Ausschreibung angekündgt, pünktlich beginnen zu müssen. Niemand nahm die ersten Signale so richtig ernst und auch mir wurde erst zum Minuten-Signal bewußt, daß es jetzt wirklich los ging.

Ärgerlich war es natürlich für die, die es nicht schafften. Denn gerade bei den Jollen, die zur Eröffnung ja noch alle auf der Wiese standen, waren nur 3 halbwegs pünktlich und nur wir bei den Jollenkreuzern. Und großes Glück für die Kielboote war sicher, daß sie erst in der zweiten Gruppe starteten und 5 Minuten mehr Zeit hatten.

Für uns bedeutete dies natürlich einen Vorteil, da wir entspannt und den optimalen Wind suchend aus der Bucht kreuzen konnten. Von der guten Startposition konnten wir dann aber nicht besonders lange profitieren, da sowohl Ecki als auch Christopher mit einer kompletten Crew von 3 Mann angetreten waren, die zudem auch über ordentliches Gewicht verfügten und so die mittlere Fock gesetzt hatten. Das bringt einfach den entsprechenden Vortrieb, gerade auch wenn der Wind zwischenzeitlich etwas nachläßt. Und bei einfallenden Böen hilft das Mehrgewicht sowieso.

Nach gut 2 Kilometern Kreuz waren meine beiden Konkurrenten also vorbei gezogen und wir hatte nur noch die beiden führenden 420er als Matchpartner, konnten den Abstand zu den 20ern bis in die Nähe von Altenhof aber halbwegs halten.

Ab Altenhof wurde es dann aber sportlich. Denn auf der zweiten Seehälfte konnte sich der Wind richtig entfalten. Schon jetzt war der Werbellinsee ordentlich von Schaumkronen bedeckt. Außerdem zog es aus Richtung Wildau auch bedrohlich schwarz auf und wir befürchteten schlimmes.

Der große Vorteil war jetzt aber, daß der Wind, obwohl er schon etwas zugenommen hatte, nicht mehr ganz so böig war und die Böen, die kamen, nicht wie mit dem Hammer einschlugen, sondern sich eher sanft die Windgeschwindigkeit steigerte. Für uns war dadurch auch jetzt noch alles locker zu segeln, ab und zu das Groß etwas auf machen und wieder dicht ziehen und weiter ging es.

Dann fing jedoch ein leichter Regen an und obwohl Regen das Wasser meist etwas glättet, wirkte der See immer bedrohlicher, die Abstände der Schaumkämme wurden immer kleiner und der Wind nahm beständig zu.

Und dann passierte, wovor ein jeder Jollenkreuzersegler einen gewissen Horror hat. Bei Ecki, der inzwischen seinen Vorsprung auf uns auf 300 bis 400 Meter Luftlinie vergrößert hatte, krängte das Boot stark und obwohl das Großsegel schon komplett gefiert schien, nahm die Schräglage immer weiter zu. An der Fock tat sich aber nichts und die Bö schien auch nicht wieder nachzulassen, denn die Krängung steigerte sich weiter und schließlich berührten die Segel und der Mast das Wasser und der >Feuervogel< kenterte ruckzuck durch.

Bei uns und auch bei Christopher brach daraufhin eine kleine Unruhe aus und wir drehten die Vorsegel weg. So gerüstet, kreuzten wir weiter gegenan, immer auf der Lauer nach dem Hammer, der Ecki umwarf. Aber zumindest bei uns setzte der Wind relativ gemäßigt ein und wir hatten keine Probleme, die Dochnoch nur mit dem Großsegel auf Kurs zu halten.

Schlafender Wal

Christopher fuhr als erster zu Ecki ran und schien kurz mit ihm zu reden, fuhr dann aber weiter gegenan und so beschlossen wir, auch zu Ecki ranzufahren und wenigstens die Jungs von ihrem Schiff abzubergen. Denn, auch wenn ein komplett durchgekenterter 20er nicht droht, unterzugehen, gibt es doch etwas schöneres und vor allem sichereres, als sich im Wasser stehend am Rumpf festzuklammern.

Wir hatten Mühe, die durchnäßten Männer an Bord zu holen, als dies erledigt war und kein Motorboot in unserer Nähe zu sehen war, beschlossen wir, den Weg Richtung Joachimsthal anzutreten, da wir wahrscheinlich schneller Vorwind dorthin gefahren wären, als in unseren Hafen zu kreuzen. Nach wenigen Minuten kam aber Maik vorbei und nahm uns die 3 Wasserfrösche ab.

Das war auch der Beginn der Rettungsaktion. Auch Paul und Mario hatten inzwischen bemerkt, daß da etwas größeres umgefallen und die Regatta abgebrochen. Denn irgendwer muss schließlich die >Werbellinsee< holen und die stand in Joachimsthal und fahren können sie blos Mario oder Ecki.

Während die Rettungsaktion anläuft, beschließen wir jedoch die Regatta weiter zu fahren. Zum einen sind inzwischen genug kräftige Männerhände alarmiert zum anderen muss sich aber auch noch jemand etwas um die Jugendlichen auf den 420ern kümmern, die nach der Regatta irgendwie wieder in unseren Verein müssen und ihre Boote für die nächste Regatta aufladen sollen.

Als wir wieder in Richtung Barschberg kreuzen, sehen wir, daß Christopher in den Hafen weiterkreuzt und sind dadurch plötzlich erster der Jollenkreuzer auf dem Kurs. Der Wind hatte nach Durchzug der schwarzen Wolken und des Schauers rapide abgenommen und wehte nur noch mit ca. 3 Bft, dazu schien die Sonne und so machten wir uns wieder sehr entspannt an die lange Vorwindstrecke.

Uns im Nacken saß nur der inzwischen erste der Kielkreuzer, der von Paul die Führung übernommen hatte. Da der Wind allmählich aber doch wieder auf gut 4 Bft zunahm, kamen wir wieder gut ins Rutschen und unser Abstand vergrößerte sich allmählich. Von unserer verbliebenen Konkurenz war erst weit entfernt etwas zu sehen, dort war zwar ein Spinaker zu erkennen. Aber der Abstand war so groß, daß ich mir keine Sorgen machte und außerdem packten die Jungs vor Altenhof den Spi auch wieder ein, so daß sich der Abstand dann nicht weiter gravierend veringerte.

Verfolger

Nach gut 2 Stunden überquerten wir die Ziellinie und hatten immer noch 8 Minuten Vorsprung und vor uns im Ziel war nur der erste 420er.

Im Verein gab es dann Freibier, Würstchen und Steak bis wir nicht mehr konnten, es regnete nochmal 10 Minuten und auf der Wiese herrschte kleines Chaos, weil die Jugend noch nicht so den richtigen Plan beim Einpacken hatte.

Kurz vor der Siegerehrung kam dann noch die Nachricht, daß der >Feuervogel< aufgerichtet wurde und es auch keine großen Schäden gab. Und so nahm der Abend dann dochnoch ein ganz gutes Ende.

Wir hatten zwar gewonnen, aber es gäbe auch noch einige Fairplaypreise zu verteilen, da Paul und auch Christopher ihre Siegchancen zu Gunsten von Ecki aufgaben.

Wer die restlichen Ergebnisse dieser nach Yardstick ausgetragenen Regatta sehen will, wird auf der Homepage des Yachtclubs fündig (yachtclub-schorfheide.de).

Zum Abend hatte der Wind weiter abgeflaut und so beschloß ich, nach Hause zu segeln. Der Himmel war lange Zeit grau, aber kurz bevor ich die Segel strich, kam noch einmal die Sonne heraus und bohrte ein Loch durch die Wolkendecke.

Loch in den Wolken


15
Sep 10

Der “neue” Americascup

Seit Vorgestern ist es nun also raus, der neue 34. Americascup soll auf Riesen-Flügelkatamaranen stattfinden, wo ist allerdings noch nicht bekannt.

Zu den neuen Yachten wurde auch ein animiertes Video veröffentlicht:

Die Segelreporter haben in den letzten Tagen öfter über das Thema berichtet und u.a. Jochen Schühmann (Herr Schümann, wird es ein deutsches AC Team geben?) interviewt und ein Fernsehinterview des neuseeländischen Fernsehen mit Grant Dalton gefunden: "Nicht mehr als fünf Herausforderer"


11
Sep 10

Rückenwindtunnel

Das nenne ich doch mal eine absolut tolle Idee, viel besser als jedes Pedelec und es schützt sogar vor Regen.

Über: Rückenwindtunnel / aus: Rückenwindtunnel – Von quatschtronauts


11
Sep 10

Kats zum Americas Cup?

Viele gehen davon aus, daß es für den nächsten Americas-Cup Beschlossene Sache (ist, daß): 72 Fuß Kats mit Flügelrigg 2014 kommen. Aber ähnlich wie in der WELT von Tatjana Pokorny (Auf und davon) zusammengetragen, halte ich auch nicht besonders viel von der Idee.

Für spannende Rennen, bei denen es mehr auf das sportliche Können als auf den Geldbeutel ankommt, waren schon immer eher langsame und wendige Schiffe von Vorteil. Denn zum einen führen Schiffe, die bei der Wende ähnlich abparken wie ein Katamaran dazu, daß man sich einfach für eine Seite entscheidet und keine taktischen Spielchen betreibt. Zum anderen entstehen bei kleinen Fehlern bei einer von beiden Crews fast uneinholbare Abstände.

Das heißt für mich eigentlich, daß ein Kat oder etwas vergleichbares absolut ungeeignet für Match-Race-Segeln ist, auch wenn er spektakulär schnell scheint.

Was beim nächsten Cup gesegelt werden soll und, werden wir am Montag erfahren, ob das neue Konzept den Cup voranbringt, wissen wir aber wohl erst in ein Paar Jahren.


09
Sep 10

Lifestylecycles

Ich frage mich manchmal, welche Motivation hinter der (gefühlt) zunehmenden Anzahl an fahrradspezifischen Themen auf Spon steckt und was genau die als Überschrift zum Artikel verwendete Klammer von "Lifestyle handgemacht" bedeutet.

Auf der einen Seite des Artikels stehen nämlich Marken wie Dailybread und Fixie Inc., auf der anderen Seite wird aber auch über Craftsmen geschrieben, von denen in meinen Augen ganz normale Pedelecs vorgestellt wurden und von einer Produktion kann nach Blick auf die Webseite wohl noch nicht gesprochen werden.

Den Artikel garnierten auch einige Bilder, das folgende z.B. zeigt den Produktraum von Dailybread in Neuköln und stammt aus dem Artikel: Räder für Helden.

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